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Fachbegriffe auf einen Blick.

Pfändungs­schutzkonto

Das Pfändungsschutzkonto, umgangssprachlich auch P-Konto genannt, ist eine besondere Form von Girokonto. Es kann von jeder natürlichen Person bei der Bank beantragt werden. Dabei handelt es sich um ein Guthabenkonto, es hat also keinen Dispositionskredit. Das Besondere am Pfändungsschutzkonto ist, dass eingehendes Guthaben nicht bis auf den letzten Cent gepfändet wird. Die Bank führt vielmehr nur die Beträge ab, die einen als Existenzminimum festgelegten Grundfreibetrag überschreiten.


Jeder Bankkunde kann von seiner Bank verlangen, dass sein Girokonto zu einem Pfändungsschutzkonto umgewandelt wird. Sofern eine Kontopfändung vorliegt, muss die Bank diese Umwandlung auch ohne Aufforderung des Kunden innerhalb von vier Tagen vornehmen. Es handelt sich dabei immer um ein bestehendes Konto. Man kann also kein Pfändungsschutzkonto bei einer fremden Bank eröffnen. Das Konto wird wie jedes andere Girokonto gegen Gebühren geführt, sie dürfen nicht teurer sein. Wird das Guthaben auf dem P-Konto nicht verbraucht, erhöht sich die Pfändungsgrenze im nächsten Monat um den jeweiligen Betrag. Sparsamkeit führt also nicht zu einer höheren Pfändung.

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